Mentaltraining Triathlon: 5 Tipps für maximale Leistung im Wettkampf

Wenn Triathleten im Training Top Leistungen zeigen, diese im Wettkampf nicht abrufen können, ist es höchste Zeit mit dem Mentaltraining im Triathlon zu beginnen.

Der Wettkampf stellt für Triathleten immer eine besondere Herausforderung da. Der Athlet hat anders als im Training nur einen Versuch um die PS auf die Straße zu bekommen. Dazu wird er von außen beobachtet und hat selbst Erwartungen an seine Leistung und an das Resultat. Ist er der Hauptwettkampf, dann gehen monatelange, vielleicht jahrelange Vorbereitung voraus. Dementsprechend hoch ist der Druck unter dem sich der Athlet sich selbst setzt. Nicht zu vergessen ist der Druck von außen. Etwa weil es sich um einen Qualifikationsrennen handelt, Sponsoren zuschauen und die berufliche Zukunft von diesem einen Resultat abhängig sind. In diesem einem Rennen muss einfach alles klappen.

Wieso aber schaffen es viele Triathleten trotz der Topform im Training Ihre Leistung im Wettkampf nicht abzurufen?

Sportpsychologen sprechen vom “Choking under pressure”. Der Leistungsabfall unter Druck. Hiervor ist kein Athlet sicher. Einer der Hauptgründe für den Leistungsabfall ist eine fehlgeleitete Aufmerksamkeit.

Ich sage dir: “Denke nicht an einen rosa Elefanten.” Woran hast du jetzt gedacht? Vermutlich an einen rosa Elefanten? Jetzt stell dir vor du hast im Wettkampf keine Strategie um einen für dich positiven Dialog zu führen. Stattdessen schwirren dir Gedanken durch den Kopf wie “Ich kann nicht mehr” Was denkst du signalisierst du deinem Körper damit? Genau, das du nicht mehr kannst. Und Gedanken werden auf kurz oder lang zur sichtbaren Realität. Deswegen ist es wichtig klare Strategien zu haben und das mentale Training anzuwenden.

Der Athlet der sich gewisser Mechanismen bewusst ist und das mentale Training für sich nutzt, ist auf schwierige Situationen vorbereiten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit seine maximale Leistung abrufen zu können. Zur Beruhigung: Leistungseinbußen von 5-10% sind nach Frester & Wörz, 2001 normal. Möchtest du also eine gewisse Leistung im Wettkampf abrufen können, solltest du im Training im Optimalfall 5-10% mehr leisten können.

Jetzt stellt sich die Frage: Was kannst du für dein Mentaltraining im Triathlon tun?

5 Tipps für dein Mentaltraining im Triathlon

  1. Erstelle dir Handlungspläne: Für deine Vorbereitung, für den Wettkampf, für unerwartete Situationen. So kann dich nichts mehr überraschen und du bist bestens vorbereitet. Allein dies bringt dir Sicherheit und mentale Stärke für den Wettkampf.
  2. Die realistische Selbsteinschätzung: Umso genauer du deine Leistung einschätzen kannst und daran glaubst, desto näher wirst du deiner maximalen Leistung kommen. “Sportler, die an Ihre Leistung glauben, können diese besser im Wettkampf zeigen, als Sportler, die an ihrer Leistung zweifel” (Bandura, 1977).
  3. Entwickle eine Vorstartroutine: Hier geht es darum durch Aktivierung & Entspannung dein für den Wettkampf optimales Erregnungsniveau zu erreichen. Dies ist trainierbar!
  4. Der innere Dialog: Lerne hilfreiche und aufgabenbezogene Gedanken zu formulieren. Diese unterstützenden Gedanken sind im Training und im Wettkampf wichtig.
  5. Gewöhnung an die Wettkampfsituation: Du wunderst dich wieso im Wettkampf spezielle Sachen nicht klappen. Hast du diese überhaupt schon mal trainiert? Bist du mit deinem Wettkampfrad und dem identischen Setting bereits im Regen gefahren? Bist du bei Wellengang und mit Gegnerkontakt geschwommen? Hast du im ermüdeten Zustand noch einen harten Lauf gemacht? Trainiere Situationen die im Wettkampf auftreten systematisch.

So beginnst du mit deinem Mentaltraining im Triathlon

Ja, du kannst natürlich versuchen direkt an tausenden Baustellen zu arbeiten und alles umzustellen. Wie gut wird dies wohl funktionieren? Vermutlich gar nicht. Deswegen suche dir den für dich wichtigsten Punkt oben heraus und fange an. Mache kleine Schritte, trainiere regelmäßig und bleib dran. Es muss nicht alles perfekt sein. Wenn du täglich nur ein wenig dazu lernst, dann ist das am Ende einer Woche, am Ende eines Monats, am Ende einer Saison, ganz schön viel.

Wenn du nicht so recht weißt wie du anfangen sollst oder Unterstützung bei deinem Training benötigst stehe ich dir als Mentaltrainer zur Seite. Gerne kannst du einen kostenlosen Erstberatungstermin im Zentrum für mentale und körperliche Leistung vereinbaren.